Nebelfahrten – Sicherheitsregeln für den Blindflug auf vier Rädern

"Fuß vom Gas" lautet die Grundregel für Fahrten im Nebel. - Foto: dmd/ADAC
"Fuß vom Gas" lautet die Grundregel für Fahrten im Nebel. - Foto: dmd/ADAC

Herbst und Winter bergen eine Handvoll Gefahren für die Autofahrer. Wer sich nicht vorab auf die veränderten Verhältnisse auf den Straßen und Wegen einstellt, erhöht noch das Risiko. Eine der gefährlichsten Situationen in der Übergangsjahreszeit tritt auf, wenn sich der Nebel über die Landschaft legt und die Sicht bis auf wenige Meter verkürzt. Hier die besten Tipps, um den Blindflug auf vier Reifen sicher zu überstehen.

Die wichtigste Regel lautet: Erstmal runter vom Gas. Wer mit überhöhter Geschwindigkeit den Nebel kreuzt, bringt sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer in überhöhte Gefahr. Nicht umsonst wurden im Jahr 2013 rund 320 nebelbedingte Unfälle mit Personenschaden vom ADAC registriert. Wer genug Abstand zum Vordermann hält, vermeidet Kollisionen. Diesen Grundsatz sollten alle Autofahrer bei Fahrten durch den Nebel noch mehr als in normalen Sicht-Situationen beachten.

Dabei gilt als Norm: Der Mindestabstand ist so groß wie die Geschwindigkeit. Sieht man hinter dem Steuer nicht weiter als 50 Meter – also die Distanz zwischen zwei Leitpfosten am Fahrbahnrand – sollte dieselbe Zahl auf dem Tacho nicht überschritten werden. Bei unter 50 Metern Sicht muss zudem die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden. Nicht vergessen: Selbst wenn sich die normalen Scheinwerfer des Fahrzeugs normalerweise automatisch den veränderten Lichtverhältnissen anpassen und sich von selbst einschalten, funktioniert dies nicht für die Nebelschlussleuchte. Also auf jeden Fall daran denken, diesen Schalter manuell zu betätigen.

Die vorderen Scheinwerfer dürfen bei Nebel auf keinen Fall auf Fernlicht geschaltet werden. Der starke Lichtstrahl wird von der weißen Wand reflektiert, blendet und verschlechtert die Sicht noch mehr. Für Nebelfahrten ist das Abblendlicht die beste Lichtquelle. Nichtsdestotrotz strengt die Situation die Augen des Fahrers sehr an. Wird es zu viel, lieber kurz anhalten und sich ausruhen. Während einer solchen Pause empfiehlt es sich, kurz die Scheinwerfer rund um das Fahrzeug zu prüfen und, falls nötig, sauber zu machen. Während der Fahrt sollte man regelmäßig die winzigen Wassertröpfchen auf der Windschutzscheibe mit dem Scheibenwischer entfernen.

(dmd)